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Sonntag, 06. März 2011
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Sprache und Sprachwissenschaft. Eine kognitiv orientierte Einführung Sprache und Sprachwissenschaft. Eine kognitiv orientierte Einführung

Sprache und Sprachwissenschaft. Eine kognitiv orientierte Einführung

Pörings, Ralf; Schmitz, Ulrich (1999)

Tübingen: Narr (ISBN 3-8233-4975-9)

Hier erhalten Sie "Sprache und Sprachwissenschaft" als kostenlosen Download.

Inhalt

 
  • Vorwort
  • KAPITEL 1 - Die kognitive Grundlage der Sprache: Sprache und Denken
  • KAPITEL 2 - Wofür stehen Wörter? Lexikologie
  • KAPITEL 3 - Die kleinsten Bedeutungsbausteine der Sprache: Morphologie
  • KAPITEL 4 - Sprachliche Konzepte zueinander in Beziehung setzen: Syntax
  • KAPITEL 5 - Sprachliche Laute: Phonetik und Phonologie
  • KAPITEL 6 - Sprache, Kultur und Bedeutung: Kulturvergleichende Semantik
  • KAPITEL 7 - Sprechen als Handeln: Pragmatik
  • KAPITEL 8 - Texte strukturieren: Textlinguistik
  • KAPITEL 9 - Sprache im Wandel der Zeiten: Historische Sprachwissenschaft
  • KAPITEL 10 - Sprachen im Vergleich: Sprachsoziologie, Sprachtypologie und kontrastive Linguistik
 


VORWORT
XIII

KAPITEL 1
Die kognitive Grundlage der Sprache: Sprache und Denken

1.0

Überblick

I

1.1

Einleitung: Zeichensysteme

I

1.2

Strukturierungsprinzipien in der Sprache

5

1.2.1

Das indexikalische Prinzip

5

1.2.2

Das ikonische Prinzip

8

1. 2.3

Das symbolische Prinzip

13

1.3

Sprachliche und konzeptuelle Kategorien

14

1.3.1

Konzeptuelle Kategorien

14

1.3.2

Lexikalische Kategorien

17

1.3.3.

Grammatische Kategerien

19

1.4

Zusammenfassung

22

1.5

Leseempfehlungen

23

1.6

Aufgaben

23

KAPITEL 2
Wofür stehen Wörter? Lexikologie

2.0

Überblick

25

2.1

Einleitung: Wörter, Bedeutungen und Konzepte

25

2.2

Vom Wort zur Bedeutung: Semasiologie

28

2.2.1

Prominenz: prototypische Wortbedeutungen

31

2.2.2

Bedeutungsbeziehungen: Sternförmige Netzwerke

32

2.2.3

Unschärfen bei konzeptuellen Kategorien und Wortbedeutungen

36

2.3

Vom Konzept zum Wort: Onomasiologie

37

2.3.1

Prominenz in konzeptuellen Domänen. Basiskategorien

38

2.3.2

Verknüpfungen in konzeptuellen Domänen: Taxonomien

40

2.3.3

Unschärfe in konzeptuellen Domänen. problematische Taxonomien

43

2.4

Semasiologie und Onomasiologie im Zusammenspiel

45

2.5

Zusammenfassung

46

2.6

Leseempfehlungen

48

2.7

Aufgaben

48

KAPITEL 3
Die kleinsten Bedeutungsbausteine der Sprache: Morphologie

3.0

Überblick

51

3.1

Einleitung: Bedeutungsbausteine und Wortbildung

52

3.1.1

Bedeutungsbausteine: Wörter und Affixe

52

3.1.2

Wortbildung und die Bezeichnung neuer Konzepte

54

3.2

Komposition

56

3.2.1

Grundmuster der Komposition

56

3.2.2

Komposita im Vergleich zu syntaktischen Gruppen

58

3.2.3

Die kognitive Funktion der Komposition

60

3.3

Derivation

61

3.3.1

Derivations- und Flexionsaffixe

61

3.3.2

Bedeutung und Produktivität von Affixen

63

3.3.3

Woher stammen Affixe: Grammatikalisierung

66

3.4

Weitere Wortbildungsprozesse

67

3.4.1

Komplexe Wortbildungen

70

3.5

Grammatische Morpheme: Flexionsmorpheme und Funktionswörter

71

3.6

Morphologie, Lexikologie und Syntax im Zusammenhang

73

3.7

Zusammenfassung

74

3.8

Leseempfehlungen

75

3.9

Aufgaben

75

KAPITEL 4:
Sprachliche Konzepte zueinander in Beziehung setzen: Syntax

4.0

Überblick

79

4.1

Einleitung: Syntax und Grammatik

80

4.2

Ereignisschemata und Teilnehmerrollen

82

4.2.1

Das Essivschema

83

4.2.2

Das Vorgangs- oder Prozeßschema

84

4.2.3

Das Handlungsschema

85

4.2.4

Das Erfahrungsschema

86

4.2.5

Das Besitzschema

87

4.2.6

Das Bewegungsschema

88

4.2.7

Das Übertragungsschema

90

4.3

Hierarchische und lineare Struktur von Sätzen

91

4.3.1

Die hierarchische Struktur der Satzkonstituenten

91

4.3.2

Die lineare Abfolge im Satz: Satzmuster

93

4.4

Die verankernden Elemente eines Satzes

95

4.4.1

Kommunikative Funktion: Satzmodus

96

4.4.2

Die Einstellung des Sprechers: Modalität

97

4.4.3

Sprechzeit, Ereigniszeit und Betrachtzeit: Tempus

98

4.4.4

Ereignisse aus der Außen- und Binnenperspektive betrachtet: perfektiver, imperfektiver und progressiver Aspekt

99

4.4.3

Die Verankerung von Ereignissen

101

4.5

Zusammenfassung

102

4.6

Leseempfehlungen

104

4.7

Aufgaben

104

KAPITEL 5
Sprachliche Laute: Phonetik und Phonologie

5.0

Überblick

107

5.1

Einleitung: Phonetik und Phonologie

108

5.1.1

Schreibung und Aussprache

109

5.1.2

Phonetische Symbole

110

5.2

Wie produzieren wir sprachliche Laute?

110

5.2.1

Phonation

111

5.2.2

Artikulation

112

5.3

Konsonanten

112

5.3.1

Artikulationsstellen

113

5.3.2

Artikulationsarten

114

5.4

Vokale

116

5.4.1

Kardinalvokale

117

5.4.2

Die Vokale des Deutschen

118

5.4.3

Die Diphthonge des Deutschen

120

5.5

Phoneme und Allophone

120

5.5.1

Definitionen

121

5.5.2

Freie Variation und komplementäre Verteilung

122

5.5.3

Transkriptionsprinzipien

123

5.6

Größere phonologische Einheiten

123

5.6.1

Silben

123

5.6.2

Silbenbetonung, Tonhöhe und Intonation

126

5.7

Laute in der Nachbarschaft anderer Laute

127

5.7.1

Elision oder Tilgung

128

5.7.2

Assimilation

128

5.7.3

Vokalreduktion

129

5.7.4

Schwachformen

130

5.8

Zusammenfassung

130

5.9

Leseempfehlungen

132

5.10

Aufgaben

132

KAPITEL 6
Sprache, Kultur und Bedeutung: Kulturvergleichende Semantik

6.0

Überblick

135

6.1

Einleitung: Sprachliche Relativität vs. Universalismus

136

6.1.1

Sprachliche und kulturelle Relativität

136

6.1.2

Semantische Primitiva als Schlüssel zum Kulturvergleich

141

6.2

Kulturspezifische Wörter

144

6.3

Kulturspezifische Aspekte der Grammatik

147

6.4

Kulturelle Skripte

150

6.5

Schlußfolgerung: Sprache, Kultur und Denken

153

6.6

Zusammenfassung

154

6.7

Leseempfehlungen

156

6.8

Aufgaben

156

KAPITEL 7
Sprechen als Handeln: Pragmatik

7.0

Überblick

159

7.1

Einleitung: Was ist Pragmatik?

160

7.1.1

Interaktion, Intention und Sprechakte

160

7.1.2

Eine "kognitiv orientierte" Typologie der Sprechakte

163

7.2

Konstitutive Sprechakte und Geglücktheitsbedingungen

165

7.2.1

Unterkategorien konstitutiver Sprechakte

165

7.2.2

Geglücktheitsbedingungen

166

7.3

Informative Sprechakte und kooperative Interaktion

167

7.3.1

Konversationelle und konventionelle Präsuppositionen

167

7.3.2

Das Kooperationsprinzip und die Konversationsmaximen

169

7.3.3

Konversationelle und konventionelle Implikaturen

172

7.4

Obligative Sprechakte und Imagestrategien

175

7.4.1

Informationsgesuche im Vergleich zu direktiven Sprechakten

175

7.4.2

Höflichkeit und Imagearbeit

176

7.5

Beziehungen zwischen Sprechakten und Satzmodus

180

7.6

Zusammenfassung

181

7.7

Leseempfehlungen

182

7.8

Aufgaben

183

KAPITEL 8
Texte strukturieren: Textlinguistik

8.0

Überblick

187

8.1

Kommunikation, Texte und Textlinguistik

187

8.2

Textrepräsentation

189

8.3

Kohärenz vs. Kohäsion

192

8.4

Referentielle Kohärenz

193

8.5

Relationale Kohärenz

197

8.6

Ein Überblick über Kohärenzrelationen

203

8.7

Zusammenfassung

205

8.8

Leseempfehlungen

207

8.9

Aufgaben

207

KAPITEL 9
Sprache im Wandel der Zeiten: Historische Sprachwissenschaft

9.0

Überblick

211

9.1

Sprachwandel und Sprachvariation

212

9.2

Methoden der historischen Sprachwissenschaft

215

9.3

Typologie des Sprachwandels

222

9.3.1

Wandel innerhalb eines sternförmigen Netzwerkes

222

9.3.2

Wandel über sternförmige Netzwerke hinweg

225

9.3.3

Wandel innerhalb von Schemata

227

9.3.4

Wandel durch Analogiebildung

230

9.4

Ursache und Vorhersagbarkeit sprachlichen Wandels

231

9.5

Zusammenfassung

235

9.6

Leseempfehlungen

237

9.7

Aufgaben

237

KAPITEL 10
Sprachen im Vergleich: Sprachsoziologie, Sprachtypologie und kontrastive Linguistik

10.0

Überblick

241

10.1

Sprachvergleich

242

10.1.1

Warum werden Sprachen miteinander verglichen?

242

10.1.2

Sprachen identifizieren und zählen

244

10.1.3

Sprachwissenschaftliche Kriterien zur Identifikation einer Sprache

244

10.1.4

Der soziologische Status von Sprachen

246

10.2

Sprachtypologie

248

10.2.1

Genetische Verwandtschaft als Grundlage der Sprachtypologie

248

10.2.2

Sprachliche Universalien als Grundlage der Typologie

253

10.3

Kontrastive Linguistik

257

10.3.1

"Vergleichend" oder "kontrastiv"?

258

10.3.2

Methodologische Aspekte der kontrastiven Linguistik

260

10.3.3

Einige Verbalphrasen des Englischen und Deutschen im Vergleich

262

10.4

Zusammenfassung

266

10.5

Leseempfehlungen

268

10.6

Aufgaben

268

 

LITERATURVERZEICHNIS

271

 

INDEX

281


Vorwort

Sprache ist eines der wichtigsten Mittel, mit denen Menschen Ideen und Gedanken ausdrücken und sich gegenseitig mitteilen können. Die vorliegende Einführung in Sprache und Sprachwissenschaft nimmt deshalb eine Sichtweise ein, in der Sprache vorzüglich als Ausdrucksmittel für Ideen und Gedanken erscheint. Aus einem solchen kognitiv-linguistischen Blickwinkel gesehen ist Sprache ein Teil des gesamten kognitiven Systems, über das Menschen verfügen. Das heißt, Sprache steht in engem Zusammenhang und auch in Wechselwirkung mit der Wahrnehmung, Kategorisierung und Begriffsbildung von Menschen, mit ihrer Fähigkeit, zu abstrahieren, Gefühle zu empfinden und Absichten zu verfolgen, und mit dem menschlichen Schlußfolgern und Denken im allgemeinen. Zwischen der Sprache und den übrigen Leistungen des menschlichen Geistes bestehen rege Querverbindungen: sie alle interagieren mit Sprache, prägen sie mit und sind von ihr beeinflußt. So gesehen beschäftigt sich die Wissenschaft von der Sprache also mit der Art und Weise, wie wir Empfindungen, Vorstellungen, Gedanken und Wünsche in eine Form bringen, die es uns erlaubt, uns auszudrücken und untereinander zu verständigen.

Dieses Buch ist Ergebnis des Projektes EuroPILL (European Practical Introduction to Language and Linguistics), das im Rahmen des Sokrates-Programms der Europäischen Union gefördert wurde. Neben der hier vorgelegten Einführung in die Sprachwissenschaft für ein deutschsprachiges Publikum sind daraus auch Einführungen in sechs weiteren europäischen Sprachen hervorgegangen, nämlich in Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Niederländisch und Spanisch.

Bei jeder einzelnen Fassung und insbesondere auch bei der hier vorgelegten deutschen wurde großer Wert darauf gelegt, daß Studienanfänger sie als grundlegende Einführung in die Linguistik verwenden können. Einen der besonderen Vorzüge dieser Einführung sehen wir darin, daß deutschsprachige Studierende auf hohem und doch allgemein verständlichem Niveau von Anfang an sowohl an wichtige deutsche Standardliteratur als auch an die neueste internationale Forschungsliteratur und -diskussion herangeführt werden.

Zugleich unterstützen die insgesamt sieben Sprachfassungen auch ein Studium der Sprachwissenschaften auf europäischer Ebene. Studierenden, die an internationalen europäischen Austauschprogrammen teilnehmen, soll in allen Ländern ein sprachwissenschaftliches Studium ermöglicht werden, das sich an gemeinsamen Inhalten orientiert.

Ebenso wie die Zielgruppe dieser europäischen Einführung ist auch das an dem Projekt beteiligte Autorenteam multilingual und multikulturell. Mitgewirkt haben (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Johan de Caluwé (Ghent, Belgien)
  • René Dirven, (Duisburg, Deutschland)
  • Dirk Geeraerts (Leuven, Belgien)
  • Chris Goddard (Metz, Australien)
  • Stefan Grondelaers (Leuven, Belgien)
  • Ralf Pörings (Gießen, Deutschland)
  • Günter Radden (Hamburg, Deutschland)
  • Willy Serniclaes (Brüssel, Belgien)
  • Marcello Soffritti (Bologna, Italien)
  • Wilbert Spooren (Tilburg, Niederlande)
  • John Taylor (Otago, Neuseeland)
  • Ignacio Vazquez-Orta (Zaragoza, Spanien)
  • Marjolijn Verspoor (Groningen, Niederlande)
  • Anna Wierzbicka (Canberra, Australien)
  • Margaret Winters (Carbondale, Illinois, USA).

Jedes Kapitel der englischen Ausgangsfassung wurde zunächst von einem oder mehreren Autoren gemeinsam verfaßt und aufgrund der Vorschläge des Autorenteams dann von den Autoren der einzelnen Kapitel mehrfach verändert. Diese neuen Fassungen schließlich wurden von den Herausgebern in unterschiedlich starkem Maße erneut überarbeitet, um einen für die gesamte Einführung kohärenten Inhalt und einheitlichen Stil zu gewährleisten. Die einzelnen Kapitel wurden von folgenden Mitgliedern des Autorenteams verfaßt (die Urheber der Ausgangsfassungen stehen jeweils an erster Stelle):

  • Kapitel 1 - Die kognitive Grundlage der Sprache: Dirven und Radden
  • Kapitel 2 - Lexikologie: Geeraerts und Grondelaers; Dirven und Verspoor
  • Kapitel 3 - Morphologie: de Caluwe; Dirven und Verspoor
  • Kapitel 4 - Syntax: Verspoor, Dirven und Radden
  • Kapitel 5 - Phonologie: Taylor und Serniclaes
  • Kapitel 6 - Kulturvergleichende Semantik: Goddard und Wierzbicka
  • Kapitel 7 - Pragmatik: Vazquez-Orta; Dirven, Pörings, Spooren, Verspoor Kapitel 8 - Textlinguistik: Spooren
  • Kapitel 9 - Historische Linguistik: Winters; Dirven
  • Kapitel 10 - Sprachvergleich und Sprachtypologie: Soffritti; Dirven.

Ralf Pörings (Gießen) hat die gemeinsame englische Ausgangsfassung behutsam ins Deutsche übertragen, mit zahlreichen neuen Beispielen und Aufgaben versehen und in enger Zusammenarbeit mit Ulrich Schmitz (Essen) für deutsche Verhältnisse eingerichtet. Das Gesamtprojekt wurde von Ulrike Kaunzner (Bologna) und Ralf Pörings koordiniert. Die Zeichnungen entstammen der Feder von Tito Inchaurralde (Barcelona). Allen am Projekt Beteiligten sei für ihr großes Engagement und ihre sorgfältige und professionelle Arbeit gedankt.

Rene Dirven und Marjolijn Verspoor (Herausgeber der englischen Fassung)
Ralf Pörings und Ulrich Schmitz (Herausgeber der deutschen Fassung)

Kontaktadresse der Herausgeber

Die Autoren und Herausgeber dieses Buches würden sich über Rückmeldungen, Anregungen und Kritik freuen. Sie können Ihre Kommentare zu diesem Buch an folgende Kontaktadresse schicken:

EuroPill/Kess
Ralf Pörings
Braunschweiger Str. 12
D-47 169 Duisburg
e-mail: ralf.poerings@t-online.de (Subject: Kess)


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