Was ist Jugendsprache?

Veröffentlicht durch Redaktionelle Verantwortung i. S. des Presserechtes Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. Spiegelgasse 7 65183 Wiesbaden Telefon: +49 611 99955-0

Beschreibung der Ressource

Das Exponat „JugendSprachen“ ist eine Entwicklung von Prof. Dr. Peter Schlobinski (Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.) in Zusammenarbeit mit der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Team „Welt der Sprachen“, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE, KIP 022). Wir danken dem Archiv der Jugendkulturen e. V., Berlin, für die freundliche Beratung.

Unter Jugendsprache wird in der Sprachwissenschaft die Gesamtheit von Sprachstilen Jugendlicher gefasst, wie sie in Jugendgruppen (Peergroups), Szenen, jugendlichen Milieus, Teil- und Subkulturen auftreten. Demgegenüber steht die Medien-Jugendsprache, in der einzelne „exotische“ Wörter gelistet oder behandelt werden; diese findet sich in populistischen Wörterbüchern, fiktionalen Texten und oftmals in Medienberichten.
Die Funktionen von jugendlichen Sprachstilen liegen in (a) der Abgrenzung gegenüber der Elterngeneration und anderen Jugendgruppen bis hin zum Protest, (b) der eigenen Identitätsbildung sowie der Selbstinszenierung, (c) dem Apekt des Spielerischen, der Innovation, (d) der affektiven Entlastung, (e) dem Credibility-Effekt, der Kommunikation von Glaubwürdigkeit und Authentizität sowie (f) der Sprachökonomie.

Literatur: Eva Neuland (2008). Jugendsprache. Eine Einführung. Stuttgart.
Autor/in dieses Eintrags cp

Ressourcentyp Lehrmaterialien/Einführungen/Tutorials Nachschlagewerke/Überblicksdarstellungen Sprachtests
Thematische Klassifikation Soziolinguistik
Datum der Aufnahme in die LinseLinks 12.02.2020

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